Naturschutz- & Moorabbaugebiet Muckenbruch

Moor

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Das Naturschutzgebiet Muckenbruch zählt zu den seltenen Kalkflachmooren in Nordrhein‑Westfalen und stellt einen wertvollen Naturlebensraum im Kreis Soest dar. Die besondere geologische Entstehung, die lange Nutzungsgeschichte und die außergewöhnliche Artenvielfalt machen das Gebiet zu einem bedeutenden Natur- und Kulturerbe. Hier läßt sich eine eindrucksvolle Moorlandschaft, die seit Jahrtausenden besteht und bis heute Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten bietet.
Naturschutz- & Naherholungsgebiet Muckenbruch  Moorentnehme
Erlenbruchwald im Naturschutz- & Naherholungsgebiet Muckenbruch
Naturschutz- & Naherholungsgebiet Muckenbruch
Naturschutz- & Naherholungsgebiet Muckenbruch

Adresse

Naturschutz- & Moorabbaugebiet Muckenbruch

Bruchstraße

59597 Erwitte

info@badwesternkotten.de

Links

Homepage

Eigenschaften:

  • für jedes Wetter
  • für Gruppen
  • für Schulklassen
  • für Familien
  • für Individualgäste
  • Haustiere erlaubt
  • Senioren geeignet
  • Eintritt frei
Das Naturschutz- und Moorabbaugebiet Muckenbruch liegt rund einen Kilometer östlich von Bad Westernkotten und bietet eine eindrucksvolle, mystische Moorlandschaft, die zum Erkunden einlädt. Das Naturschutzgebiet zählt zu den seltenen Kalkflachmooren in Nordrhein‑Westfalen und stellt einen wertvollen Naturlebensraum im Kreis Soest dar. Die besondere geologische Entstehung, die lange Nutzungsgeschichte und die außergewöhnliche Artenvielfalt machen das Gebiet zu einem bedeutenden Natur- und Kulturerbe.

Der Muckenbruch entstand vor rund 11.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit. In einer natürlichen Geländemulde staute sich dauerhaft Wasser, wodurch abgestorbene Pflanzenreste im sauerstoffarmen Milieu nur unvollständig zersetzt wurden. Aus diesen halb zersetzten Pflanzenresten entwickelte sich das kalkreiche Niedermoor, das bis heute das Landschaftsbild prägt.

Schon in früher Zeit wurde im Muckenbruch Torf als Brennstoff gewonnen, da Kohle teuer und Brennholz wegen der Nutzung in der Salzgewinnung knapp war. Die ziegelsteingroßen Torfstücke, die man ausstach, wurden „Mucken“ genannt – ein Begriff, der dem Gebiet seinen Namen gab. Heute wird im Muckenbruch ausschließlich Badetorf gewonnen, der als Heilmittel – etwa für Moorpackungen – eingesetzt wird.

Das Naturschutzgebiet beherbergt eine Vielzahl seltener und gefährdeter Arten. Dazu gehören unter anderem die Gelbbauchunke, die Rohrweihe sowie typische Moorpflanzen wie die Sumpfdotterblume. Viele dieser Arten stehen auf der Roten Liste und unterstreichen den hohen ökologischen Wert des Gebietes.

Durch gezielte Schutzmaßnahmen wie die Wiedervernässung werden Erlenbruchwälder gefördert und wertvolle Lebensräume stabilisiert. Besonders profitieren davon Arten wie die Rohrweihe und die Gelbbauchunke, die auf feuchte, strukturreiche Biotope angewiesen sind.

An den drei Eingängen in das Gebiet stehen Informationstafeln, die über die Geschichte, die Flora und Fauna sowie die geltenden Verhaltensregeln im Naturschutzgebiet informieren. Eine Übersichtskarte zeigt die Wege, auf denen der Muckenbruch Schritt für Schritt erkundet werden kann.


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