Giershagen

Sehenswürdigkeit divers

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Giershagen liegt im Südwesten des Stadtgebietes am Talschluß eines Seitentals der Diemel. Giershagen entstand aus den Ortschaften Ober- und Niederupsprunge. Letzteres wurde im Jahre 948 erstmals urkundlich erwähnt und ist im 16. Jht. zur Wüstung geworden.
Blick auf Giershagen
Bergbauspuren Giershagen - Bremsberg
Pferdeprozession Giershagen
Tretbecken Giershagen
Lore Bergbau Giershagen
Kluskirche Giershagen
Dorfkrug Bei Schwarte Giershagen.jpg
Meilerplatz Giershagen - Geologischer Garten
Ortswappen Giershagen

Adresse

Giershagen

Papenstraße

34431 Marsberg

Telefon: +49 2992 / 3388

info@tourismus-marsberg.de

Eigenschaften:

  • Parkplätze vorhanden
  • Bushaltestelle vorhanden
  • Eintritt frei

Die Kluskirche, die ehemalige Pfarrkirche von Niederupsprunge und jetzt Mittelpunkt des idyllisch gelegenen Friedhofs im Diemeltal, ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt Marsberg. Dieses Kleinod ist bei Kunstkennern überregional bekannt und als wertvolles Kulturdenkmal anerkannt. Ihre besondere Bedeutung besteht darin, dass sie nach Angaben des LWL die einzige verbliebene Wüstungskirche in Westfalen ist. Während andere ehemalige Dorfkirchen nach dem „Wüst“fallen der Dörfer (Aufgabe des Ortes als Wohnstandort) ebenfalls verfielen und abgetragen wurden, ist die Kluskirche, die Dorfkirche des ehemaligen Ortes Uppsprunge, erhalten geblieben, da sie auch nach der Zerstörung und Aufgabe des Dorfes bis 1802 als Ortskirche für das verbleibende Dorf Oberuppsprunge/Giershagen diente. Der ursprünglich romanische Bau aus dem 10. Jht. wurde 1682 erweitert und war bis ins 19. Jht. die Pfarrkirche von Giershagen. Besonders wertvoll ist der Barockaltar, der ebenso wie viele Bildstöcke in der Umgebung von Giershagen aus der Papenwerkstatt stammt.

Die Bildhauerwerkstatt des Heinrich Papen (1645-1719) und seines Sohnes Christophel (1678-1735) in Giershagen war eine der führenden und schaffensreichsten Werkstätten der Barockzeit. Sie verarbeitete Alabaster, Marmor und Mehlstein, die in der Umgebung vorkommenden Materialien. Sie hinterließen einen umfangreichen Bestand an Kunstdenkmälern in mehr als 50 Orten im westfälischen und nordhessisch-waldeckischen Raum.

Giershagen war über die Jahrhunderte ein vorwiegend landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Aber schon seit dem Ende des 13. Jhts. ist der Bergbau urkundlich erwähnt. Rund um das Dorf gab es Abbaustätten des Roteisensteins (Eisenerz). 1892 gab es in Giershagen 140 Bergleute, das war fast die Hälfte aller Erwerbstätigen. Im Jahre1963 kam der Bergbau zum Erliegen, der letzte Schacht am Webbel wurde geschlossen. Noch heute hält der Knappenverein die bergmännische Tradition am Leben. Jeweils am Silvestermorgen findet die traditionelle Bergmannsmesse statt. Ein Denkmal in der Ortsmitte und der Stollenmund der ehem. Grube Reinhard im Diemeltal, die vom Knappenverein erstellt wurden, geben Zeugnis vom Bergbau, der über Jahrhunderte das Leben im Dorf geprägt hat.

Heute bestimmt die Firma WEPA das Wirtschaftsgeschehen am Ort. Der größte private Hygienepapierhersteller in Deutschland beschäftigt in seinem im Diemeltal gelegenen Werk über 400 Mitarbeiter. Neben diesem großen Arbeitgeber gibt es noch einen Landmaschinenbetrieb sowie einige Handwerksbetriebe z.B. Maurer, Dachdecker, Zimmermann, Anstreicher, Autowerkstatt, Installationsbetrieb und Friseur am Ort.

In Giershagen bieten zahlreiche aktive Vereine Angebote zur Freizeitgestaltung oder kümmern sich um die Pflege von Tradition und Brauchtum. Giershagen gilt als Karnevalshochburg. Im weiten Umkreis bekannt ist der Karnevalsumzug am Karnevalsdienstag, dem größten im Stadtgebiet mit ca. 50 Wagen und Gruppen.

Einzigartig in ganz Westfalen ist die Pferdeprozession, die von der Kirche in der Dorfmitte ins Diemeltal zur Kluskapelle zieht. Sie führt an jedem 2. Sonntag nach Ostern viele Reiter und Zuschauer nach Giershagen. Sie findet seit fast 300 Jahren statt (1709) und geht zurück auf ein altes Gelübde, dass die Bauern bei einer Seuche unter Pferden gemacht haben.

Anreise

Buslinie ab Marsberg Bahnhof: 497 Der Marsberger Bahnhof liegt zentral in der Innenstadt liegt. Zudem sind in der Marsberger Innenstadt etwa 1.000 kostenfreie Parkplatz im Umkreis von 500 Metern erreichbar, u.a. der Park & Ride Parkplatz in der Straße „An den Gleisen“. Nach Marsberg kommen Sie… … mit dem Auto: • A44 Dortmund-Kassel (Anschlussstelle Marsberg, Anschlussstelle Lichtenau) • B7 Chemnitz-Düsseldorf (Direktanbindung) • A33 Paderborn-Osnabrück (etwa 30 Minuten) • B252 Blomberg-Marburg (etwa 20 Minuten) • A7 Kassel-Hannover (etwa 60 Minuten) … mit dem Zug (im Stundentakt): • Dortmund-Sauerland-Express (Warburg-Dortmund) • Drei Haltestellen in Marsberg: Bredelar, (Nieder-)Marsberg, Westheim • Direktanbindung an die IC/ICE-Bahnhöfe Warburg und Dortmund

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