Sicher kennen wir alle die landläufige Auffassung (häufig von „Städtern“), auf dem Lande sei ja alles noch in bester Ordnung – man lebe gleichsam auf einer Insel der Glückseeligen.
Gemeinschaft, Nachbarschaft, gegenseitige Unterstützung in allen Lebenslagen, Vereinsleben, keine Kriminalität, kein Lärm, die gute Luft … und überhaupt sei alles besser; das Leben hier sei noch in vielen Dingen weit ab vom hektischen Treiben der Städte und Ballungsräume.
Tatsächlich aber stellen wir fest, dass auch die Menschen auf dem Lande in erschreckender Normalität durchs Leben gehen; mit allen Vor- und Nachteilen, wie wir sie auch in städtischen Regionen kennen, lediglich die Ausprägungen machen den Unterschied.