Canstein

Aussichtspunkt/Aussichtsturm

Das idyllisch gelegene Dorf "Unter dem Stein" im tief eingeschnittenen Tal der Kleppe wird von den steilen Kalkfelsen beherrscht, der bereits in germanischen Zeiten sich als Angriffs- und Verteidigungsstellung anbot. Canstein besticht durch seine historische Tiefe mit der Burg Canstein
und der St. Laurentiuskirche. Alljährlich ziehen die Highland Games
viele Besucher an.
Blick auf Canstein
Dicker Stein
St. Laurentius Kirche Canstein
Schlossteich Canstein
Denkmal Canstein
Canstein von oben
Ortswappen Canstein

Adresse

Canstein

Arolser Straße 4

34431 Marsberg

Telefon: +49 2992 / 3388

info@tourismus-marsberg.de

Eigenschaften:

  • Parkplätze vorhanden
  • Bushaltestelle vorhanden
Canstein hat seinen Namen von dem "Dicken Stein", dem "Kantstein", was soviel bedeutet, wie Stein an der Kante, an der Ecke. Wahrscheinlich ist das Wort aber keltischen Ursprungs.

Canstein wurde zum ersten Mal 1342 in einer Urkunde erwähnt. Erzbischof Walram von Köln beauftragte in diesem Jahr die Gebrüder von Papenheim, Rave den Älteren, Rave den Jüngeren und Herbold auf dem Canstein eine feste Burg zu erbauen. Sie sollte eine Grenzfeste gegen den Grafen von Waldeck und das Bistum Paderborn sein. Der Graf von Waldeck erbaute dann auch gleich zum Trotz eine Burg gegenüber Canstein, die er "Grimmenstein" nannte. Durch einen Vergleich mit dem Kölner Erzbischof ließ er sie aber 1346 wieder abbrechen.

Die Raven von Papenheim, die ihre Burg bei dem untergegangenen Dorf Papenheim in der Nähe von Warburg hatten, nannten sich nun Raven von Canstein. In der Raubritterzeit machten sie sich unliebsam bemerkbar. Sie gehörten dem berüchtigten Benglerbund an und raubten und plünderten besonders auch die waldeckischen Grenzorte, so in Adorf und Mengeringhausen. An den Überfall auf Mengeringhausen erinnert noch das so genannte "Freischießen", das alle sieben Jahre dort gefeiert wird.

Durch Heirat wurden etwa im 16. Jahrhundert die Freiherren von Spiegel zum Desenberg bei Warburg Mitbesitzer des Cansteins und 1792 unter Franz Wilhelm von Spiegel, der auch Kammerpräsident des geistlichen Kurfürstentums Köln war, Alleinbesitzer. Zur Herrschaft Canstein gehörten die Dörfer Canstein, Udorf, Leitmar und Borntosten. Die Bauern dieser Dörfer saßen auf "Meierhöfen", die sie vom jeweiligen Lehnsnehmer der Herrschaft verliehen bekamen. Sie mußten Zehntabgaben dafür entrichten.

Diese freien Bauern mussten für die Herren Hand- und Spanndienste leisten und den Zehnten der Feldfrüchte abliefern. Auf dem Schloß Canstein war der Sitz eines Gerichtes, das so genannte Patrimonialgericht, das kleiner Vergehen wie Diebstahl, Waldfrevel, Wilddieberei und auch Schulversäumnisse der Kinder aburteilte. Die Kinder, die die Schule versäumt hatten, mussten dafür Landarbeiten auf den Gütern verrichten.
Franz Wilhelm von Spiegel war sehr darauf bedacht, die Bildung des Volkes in religiöser und geistiger Beziehung zu heben. Er richtete auf eigene Kosten und unter Mitwirkung der Gemeindeinsassen im Jahre 1802 ein altes Bauernhaus zu Schule ein. Er nannte sie "Industrieschule". Es wurde Unterricht erteilt im Lesen, Rechnen, Schreiben, Religion und Handarbeiten. Die Mädchen lernten das Nähen und Stricken. Für die Jungen war eine Baumschule eingerichtet. Der bedeutendste Lehrer dieser Zeit war Peter Lübke aus Balve, der von 1819-1824 in Canstein nicht nur für die Schulkinder, sondern auch für die Erwachsenen segensreich gewirkt hat.

Im Jahre 1834 ließ der Erzbischof von Köln, August Ferdinand von Spiegel, auf eigene Kosten in Canstein eine Kapelle erbauen, die am 10. August 1837 eingeweiht wurde und als Schutzpatron den Heiligen Laurentius hat. Aber erst in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts wurde Canstein und Udorf, die bis dahin kirchlich zur Pfarrkirche Heddinghausen gehörten, eine selbständige Pfarrvikarie.

1838 erwarb der Reichsgraf Franz von Spee das Schloß Canstein und den dazugehörigen Landbesitz. Von diesem gelang es 1846 in die Hand des Herzogs Franz Ferdinand von Ctoy in Dülmen. Am 1. Oktober 1853 kaufte ein Vorfahre des jetzigen Besitzers, Freiherrn Levin Ludwig von Elverfeldt, den ganzen Besitz.

Die Geschichte des Dorfes Canstein ist mit der des Schlosses eng verbunden.

Preise

Freier Eintritt: 0 €

Anreise

Buslinie ab Marsberg Bahnhof: 397 und 497 Der Marsberger Bahnhof liegt zentral in der Innenstadt liegt. Zudem sind in der Marsberger Innenstadt etwa 1.000 kostenfreie Parkplatz im Umkreis von 500 Metern erreichbar, u.a. der Park & Ride Parkplatz in der Straße „An den Gleisen“. Nach Marsberg kommen Sie… … mit dem Auto: • A44 Dortmund-Kassel (Anschlussstelle Marsberg, Anschlussstelle Lichtenau) • B7 Chemnitz-Düsseldorf (Direktanbindung) • A33 Paderborn-Osnabrück (etwa 30 Minuten) • B252 Blomberg-Marburg (etwa 20 Minuten) • A7 Kassel-Hannover (etwa 60 Minuten) … mit dem Zug (im Stundentakt): • Dortmund-Sauerland-Express (Warburg-Dortmund) • Drei Haltestellen in Marsberg: Bredelar, (Nieder-)Marsberg, Westheim • Direktanbindung an die IC/ICE-Bahnhöfe Warburg und Dortmund

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